22.11.2016 Alternativer Journalismus?

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Hannover (afd/pdh) - Die Alternative für Deutschland (AfD) ist in den hannoverschen Kommunalparlamenten angekommen. Dass das den etablierten Parteien nicht gefällt, ist verständlich. Dass die HAZ meint, darauf mit einem alternativen, nämlich höchst tendenziösen Journalismus reagieren zu sollen, ist allerdings befremdlich.

"Etablierte Politiker tun sich schwer mit der AfD - und die gefällt sich in der Opferrolle" heißt es etwa in der Überschrift. Nicht nur, dass diese verwegene Diagnose im Text in keiner Weise belegt ist, die AfD fragt sich auch, wie Redakteur Gunnar Menkens zu dieser Einschätzung kommt - und vermutet mal, dass es sich dabei einfach nur um eines der sattsam bekannten phrasenhaften Klischees handelt, die im Zusammenhang mit der AfD wieder und wieder heruntergeleiert werden.

Wie auch in diesem Satz: "Schließlich hat es die AfD auch mit Ressentiments gegen Flüchtlinge (...) in die Volksvertretungen geschafft." Was, bitte, hat es mit "Ressentiments" zu tun, wenn die AfD die katastrophal aus dem Ruder gelaufene "Flüchtlingspolitik" von Bundeskanzlerin Merkel kritisiert? Wobei, nebenbei gesagt, die AfD damit ja mitnichten allein dasteht, sondern diese Kritik mit praktisch der gesamten Politik und Öffentlichkeit außerhalb Deutschlands teilt.

Wie auch der HAZ nicht entgangen sein dürfte, haben sich Deutschland und Kanzlerin Merkel innerhalb der EU nämlich weitestgehend isoliert und lösen nur noch Kopfschütteln aus. Und ironischerweise titelt die HAZ in derselben Ausgabe auf Seite 1: "Städtetag: Flüchtlingsproblem ist noch lange nicht gelöst"! Offenbart die HAZ damit auch "Ressentiments gegen Flüchtlinge"? Selbstverständlich nicht. Sie beschreibt nur die dramatische Realität, die Probleme, die uns allen über den Kopf wachsen. Es war aber die AfD, die von Anfang an die Lage richtig eingeschätzt hat und dafür aufs Übelste diffamiert wurde - während alle Welt noch in "Willkommenskultur" schwelgte.

Zutreffend berichtet die HAZ von den unerfreulichen Geschehnissen im Bezirksrat Ahlem-Badenstedt-Davenstedt: Die Vertreter von SPD, Grünen und Linkspartei hatten ein gemeinsames Foto mit den beiden AfD-Vertretern verweigert. Es falle ihr schwer, sich mit Menschen ablichten zu lassen, die rechtsradikale Ansichten vertreten, wird Kerstin Klebe-Politze (SPD) zitiert. Namentlich genannt wird Reinhard Hirche, und der, so die HAZ, "nutzte die Vorlage der Genossen, sprach von 'Skandal` und kritisierte 'Abgrenzunsgrituale'".

Was, bitte, soll die polemische Formulierung "nutzte die Vorlage"? Natürlich, es muß ja ins vorgegebene Schema passen: dass sich nämlich die AfD in der Opferrolle gefalle. Dem ist aber mitnichten so. Wünschenswert wäre es vielmehr, gesitteten Umgang miteinander zu pflegen.

Hirche war in der DDR in der Friedensbewegung und in der Evangelischen Kirche aktiv und geriet ins Visier der Stasi, erlebte eine Hausdurchsuchung und mehrere Verhöre. Schließlich wurde er 1983 mit Ehefrau und zwei kleinen Kindern ausgewiesen: die Familie wurde in Leipzug kurzerhand in den Zug nach Westen gesetzt. Und deshalb empört ihn diese neuerliche Ausgrenzung ganz besonders - ausgerechnet durch die SPD, die ihrerseits keine Bedenken gegen eine enge Zusammenarbeit mit der Linkspartei hat, die bekanntlich jahrelang vom Verfassungsschutz beobachtet wurde.

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